Die aktuelle Transitlage

Die aktuelle Transitlage wird durch Rhythmen bestimmt, die jeweils zwei Planeten bilden. Das Vorbild ist der Sonne-Mond-Zyklus. Ein Zyklus beginnt immer mit der Konjunktion, es folgt das erste Quadrat, dann die Opposition, das letzte Quadrat und schließlich die erneute Konjunktion. Die Gesamtheit der Planetenrhythmen bestimmt die Zeitqualität.

1. Die Uranus/Neptun-Konjunktion

Diese Konjunktion hat zum dritten Mal am 25. Oktober 1993 um 7.00 GMT auf 18°33 Steinbock stattgefunden. Sie folgt einem Rhythmus von 171 Jahren und wandert gleichmäßig durch den Tierkreis. Die letzte Uranus/Neptun-Konjuktion davor ereignete sich am 3.12.1821 um 16.02 GMT auf 1°59 Steinbock.

Die Uranus/Neptun-Konjunktion symbolisiert grundlegend die Thematik des gesunden Lebens, sei es im privaten Leben oder in der Gesellschaft. Es geht um den Ausgleich (Konjunktion) zwischen den weichen, weiblichen Energien (Neptun) mit den harten, männlichen (Uranus). Neptun und Uranus verbinden sich aber mit den anderen Energien des Tierkreises und konstituieren so ganz unterschiedliche Themen, die dann die private und gesellschaftliche Auseinandersetzung bestimmen.  

Brachte die erste Konjunktion von Uranus und Neptun im Steinbock von 1821 mit der Spannungsfigur Uranus/Neptun-Chiron-Mars die staatliche Etablierung (Uranus/Saturn) der kämpferischen Ideologien (Chiron/Neptun/Mars) des Liberalismus und Sozialismus (in Gestalt der von den USA und der Sowjetunion beherrschten bipolaren Welt), so dürfte es bei der zweiten Konjunktion um deren Auflösung gehen (Uranus/Neptun mit Halbquadrat auf Mond und Mondknotenachse). Um die notwendigen staatlichen Veränderungen (Saturn im Wassermann) wird allerdings ein nachhaltiger und verbissener Kampf geführt werden (Saturn mit Quadrat auf Mars im Skorpion), bei dem Kommunikationsprozesse eine herausragende Bedeutung bekommen (Merkur neben Pluto im Skorpion).

Das entscheidende Thema, um das sich alles dreht (Sonne), dürfte die Sicherheit sein (Sonne Konjunktion Jupiter in Opposition zu Ceres (Stier-Energie) an der Schnittstelle zwischen Widder und Stier). Wahrscheinlich ist es nicht übertrieben, wenn man daran denkt, daß es um die Frage des Überlebens der Erde geht. Dabei ist eine sanfte Politik gefragt (Uranus/Neptun mit Quadrat auf Priapus in der Waage), die allerdings mit einer ungeheuren Leidenschaftlichkeit durchgesetzt werden muß (Lilith im Widder mit Halbsextil zum Mond und Trigon zur Mondknotenachse).

Die Halbsumme von Saturn und Mond fällt auf den kritischen Punkt zwischen Wassermann und Fische. Hier liegt also (in verdeckter Form) noch eine weitere Uranus/Neptun-Konjunktion vor, die darauf verweist, daß sich das Verhältnis zwischen Volk (Mond) und Staat (Saturn) grundlegend ändern muß. Das Volk soll sich aus manipulativen Strukturen befreien (Merkur neben Mars und Pluto im Skorpion mit Quadrat auf Saturn in Wassermann) und sich um eine kritische Vernunft bemühen (Leistungsdreieck von Mond, Mondknotenachse und Chiron mit Quincunx von Lilith im Widder auf Chiron in der Jungfrau). Die Aufgabe des Staates ist es dann - wie die Spannungsfigur Saturn-Pluto-Venus zeigt - die politische (Venus) Förderung der Vernunft (Chiron) als eine todernste Notwendigkeit (Saturn/Pluto) zu begreifen.

2. Die letzte Jupiter-Neptun-Konjunktion

Diese Konjunktion ereignete sich am 21. Dezember 2009 um 8h50 GMT im Wassermann in Konjunktion mit Mond und Chiron (Jungfrau) sowie mit Halbsextil zu Uranus in Fische. Da mit dieser Konjunktion ein Zyklus begann, der sehr kurzfristig ist (13 Jahre), bestimmt er besonders das aktuelle Bewußtsein. Wegen der großen politischen Bedeutung, den dieser Zyklus inzwischen in der Politik bekommen hat, gebe ich hier eine etwas ausführlichere Deutung:

Die gesunde Bedeutung von Jupiter Konjunktion Neptun ist Sinnsuche bzw. zwischenmenschliches Vertrauen. Mundan gesehen dürfte diese Energie-Verbindung allerdings wenig mit solchen Verhaltensweisen zu tun haben, sondern vielmehr mit illusionären (Fische) Übertreibungen (Jupiter), die zudem sehr erregt (Stellung im Wassermann) und kämpferisch (Opposition Mars) die Welt zu verändern suchen. Auf dem Hintergrund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008 könnte man auch deutlicher feststellen: Hier lebt noch immer ein ungebrochener Optimismus, der zur Bildung von neuen Spekulationsblasen führen wird.

Dieser Kampf findet andererseits aber auch auf gesellschaftlichem bzw. kulturellem Gebiet statt und zwar mit der ausdrücklichen Berufung auf idealisitische Werte (Fische) wie Gleichberechtigung, Menschenrechte, Weltoffenheit, Toleranz und Demokratie. Hier wären zunächst die Bestrebungen zu nennen, die traditionelle Familie (Mond) mit ihrer Struktur von Vater-Mutter-Kinder zu relativieren und eine gleichberechtigte Homo-Familie zu etablieren. Inzwischen hat sich aber seit 2015 gezeigt, daß auch eine geradezu verrückte Öffnung unserer Staatsgrenzen aus reiner Gutmenschlichkeit für muslimische Migranten aus aller Welt ebenfalls zum Programm von Jupiter/Neptun gehört. Hier wird auf Kosten der Vernunft (Chiron) gegen die Interessen des eigenen Volkes (Mond) gehandelt.

Chiron im Wassermann mit Halbsextil auf Uranus in Fische wirkt dabei nicht bremsend als kritische Vernunft, sondern eher als ideologische Rechtfertigung für verrückte Experimente.

Das Halbquadrat zwischen Sonne Spitze 12 und Lilith im Wassermann symbolisiert dabei das rücksichtslose Vorgehen der deutschen Regierung (Sonne), gerade in der Flüchtlingskrise, während der Priapus (Mond + Neptun + Pluto) am absteigenden Mondknoten im Krebs die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung anzeigt. Uranus in den Fischen mit Quadrat zur Venus im Schützen könnte dabei als ungewöhnliche bzw. geradezu verrückte (Uranus in Fische) Suche (Schütze) nach Beliebtheit (Venus) interpretiert werden. Die deutsche Regierung (Sonne) strebt eigenmächtig (Halbquadrat zur Lilith) danach, Deutschland als ein Land der Gutmenschen zu präsentieren (Mondknoten in Haus 12).

Dabei zeigt der aufsteigende Mondknoten mit Konjunktion zu Merkur am Steinbock-AC (für Deutschland) mit Sextil zu Uranus und der Opposition zu Priapus (dem sensibelsten Punkt des Horoskops) im Krebs die kommunikative Unterdrückung des Volkes. Nach der Formel "Es gibt keine Alternative" werden abweichende Meinungen, besonders in der Flüchtlingspolitik (Venus in Schütze in Verbindung mit Steinbock in Haus 12), nicht geduldet. In den Schattenbereich geraten bei dieser Politik sowohl die Vernunft (Jupiter/Neptun Konjunktion Chiron in Wassermann) als auch die Sicherheit (Sonne Halbsextil zu Ceres) und die stabilen Verhältnisse im Land (Spannungsfigur Pluto Spitze 12-Saturn-rückläufiger Mars), was die Regierung (Sonne mit Aspekt zu Lilith) offenbar eigenwillig in Kauf nimmt.

Es gibt nun aber auch eine Gegenkraft im Horoskop, die ebenfalls durch den Steinbock-AC (Konjunktion zum aufsteigenden Mondknoten und zu Merkur) mit Aspekten zu Uranus und der Jupiter-Neptun-Konjunktion mit Chiron sowie dem Quinkunx zum Mars symbolisiert wird. Ich würde sie - vor allem in der Flüchtlingspolitik - als den Kampf um den gesunden Menschenverstand bezeichnen. Damit wird die Unterdrückung vom Volk durch die Regierung mit rebellischem Protest beantwortet. Gerade für einen solchen rebellischen Kampf kann die Energie-Verbindung vom Steinbock-AC mit Sextil zu Uranus auch stehen. Da der Mars aber rückläufig ist und außerdem ein Halbsextil zu Priapus bildet, dem äußerst sensiblen Punkt im Horoskop, kommt dieser Kampf nur sehr zögerlich in Gang.

Neben der Zerstörung der Familie und der Förderung der illegalen Migration ist auch die aktuelle Klimahysterie mit der Forderung nach einer radikalen Energiewende ein Produkt dieser Jupiter/Neptun-Konjunktion. Der gleichzeitige Ausstieg aus der Kohleverstromung und aus der Kernenergie wird Deutschland vor unlösbare Probleme stellen, weil die Energiegewinnung aus Windkraft und Photovoltaik bei weitem nicht ausreicht, unsere Wirtschaft mit Strom zu versorgen und weil außerdem die dazugehörigen Speicher für den Sonnenstrom nicht vorhanden sind.

3. Die letzte Jupiter-Uranus-Konjunktion

Diese Konjunktion ereignete sich am 4. Januar 2011 um 12h40 GMT im Fische-Zeichen. Wir finden hier noch deutlicher als bei der Jupiter-Neptun-Konjunktion die Verbindung von Uranus mit Neptun (Halbsextil) und Chiron. Dabei wird die Spannung zwischen Uranus und Neptun durch die rezeptive Stellung in den Zeichen und die Verbindung von Lilith (Mond + Uranus + Pluto) zu Priapus (Mond + Neptun + Pluto) deutlich verstärkt. Es handelt sich ebenfalls um einen sehr kurzfristigen Zyklus. Die beiden Jupiter-Konjunktionen erklären vielleicht am besten den aktuell spürbaren Zeitgeist. Entscheidend dürfte die Verbindung der vier Energien Jupiter, Uranus, Neptun und Chiron sein und die gleichzeitig gegebene Betonung des Steinbock-Zeichens. Eine Interpretation könnte auf folgende gesellschaftliche Phänomene verweisen:

Es kann sich um ein freies Unternehmertum (Jupiter mit Uranus) handeln, das aber illusionär (Neptun) auf Kosten der Vernunft (Chiron) weltweit (Jupiter) operiert. Die überhitzte Globalisierung wäre dafür ein Beispiel. Aber auch die aufgeblasenen Börsenspekulationen der letzten Jahre würden hierzu passen.

Uranus mit Neptun bedeutet immer auch Angst (erregte Unsicherheit). Mit Jupiter kann diese Angst geradezu hysterisch aufgeblasen werden. Hier denke ich z.B. besonders an die Fridays-for-future-Bewegung, die die Menschen dezidiert aufgefordert hat, sie sollten wegen der bevorstehenden Klima-Katastrophe in Panik geraten.

Es kann sich aber auch um eine verrückte (Uranus mit Neptun) Krankheit (Chiron) handeln, die sich weltweit (Jupiter) ausbreitet. Damit haben wir eine Konstellation, die zur aktuellen Corona-Pandemie paßt, natürlich mit den dazugehörigen hysterischen Ängsten.

Im Gegensatz hierzu steht die starke Ballung im Steinbock-Zeichen mit einem Aspekt zu Saturn in Waage. Damit wird der Realitätssinn angesprochen, der für staatliches Handeln wichtig ist. Man kann das ganze Horoskop auch so lesen, daß hier ein grundlegender Konflikt zwischen hysterischen Ängsten und gesundem Menschenverstand eingezeichnet ist. Wie er gelöst wird, ist dabei eine offene Frage. Die Politik kann sich hier sehr verrennen. Uranus mit Neptun und Chiron sind aber durchaus auch für geniale (Uranus mit Neptun) vernünftige (Chiron) Lösungen (Jupiter) offen, die dann die Politik (Venus) engagiert (Stellung zwischen Skorpion und Schütze) aufgreifen sollte.

4. Das zunehmende Uranus-Pluto-Quadrat bzw. Die Kardinale Klimax

Von 2012 bis 2015 ereignet sich sieben Mal das Quadrat zwischen Uranus in Widder und Pluto in Steinbock. Es handelt sich um das erste zunehmende Quadrat der Uranus-Pluto-Konjunktion vom 30. Juni 1966, das die entsprechenden Themen weiterentwickelt. Da es sich in kardinalen Zeichen manifestiert, wird es auch als Kardinale Klimax bezeichnet.

Aufgrund der Stellung der Uranus-Pluto-Konjunktion von 1966 in Jungfrau, die für den gesamten Zyklus die Richtung bestimmt, dürfte es sich bei diesen Auseinandersetzungen um ein Jungfrau-Thema, also um Überzeugungen handeln, die allerdings durch die Konstellation Uranus Konjunktion Pluto fanatisch vertreten werden.

Da beim ersten zunehmenden Quadrat durch die Zeichenstellung auch Widder (Mars) und Steinbock (Saturn) in die Uranus-Pluto-Quadratur eingebunden sind, haben wir es hier mit der klassischen Stellung für Aggressivität zu tun. Wir werden es also in dieser Zeit mit zerstörerischen Auseinandersetzungen auf der ganzen Welt zu tun bekommen, die auch Kriege möglich machen, wobei das Thema "fanatische Überzeugungen" in unterschiedlichster Gestalt, sei es auf wirtschaftlichem, politischem, religiösem oder auch nur privatem Gebiet, die entscheidende Rolle spielt. 

Bei der offensichtlich sehr ungerechten Verteilung von Reichtum und Einfluß in der heutigen Welt ist zu erwarten, daß die Systemfrage (Pluto in Steinbock) immer wieder aufgeworfen wird. In der westlichen Welt dürfte der Kapitalismus und dort vor allem das Finanzsystem radikal hinterfragt werden. Hier geht es um das Problem der sozialen Gerechtigkeit. In den arabischen Ländern stellt der politische Islam den Aspruch, das gesellschaftliche Leben nach islamischem Recht neu zu ordnen. Sein fanatischer Kampf spiegelt sich in Selbstmordattentaten. In der Familienpolitik tobt der Streit darüber, ob Homosexualität einer heterosexuellen Beziehung völlig gleichgestellt werden kann. Die Ideologie des Genderismus zerstört dabei das Fundament der Partnerschaft von Mann und Frau. In der Europäischen Union droht die Abspaltung der Briten vom Kontinent.

Seit 2015 wird die Gesellschaft durch den Streit gespalten, ob im Namen idealistischer Überzeugungen (Menschenrechte, Weltoffenheit, Toleranz) gegen Verfassung und Gesetz die Grenzen für die Einwanderung muslimischer Bevölkerungsgruppen aus aller Welt  geöffnet werden dürfen, womit langfristig gesehen die staatliche Stabilität eines Landes (Pluto in Steinbock) zerstört wird. Die illegale Masseneinwanderung bringt langfristig die Gefahr von Bürgerkriegen mit sich.

Die erbitterten Kämpfe um eine Neuordnung unserer Welt erstrecken sich auf viele Felder und sie werden sich vermutlich weit über das Jahr 2015 hinziehen.   

5. Die aktuelle Saturn/Pluto-Konjunktion

Diese Konjunktion ereignet sich am 12. Januar 2020 um 16h55 GMT. Der nächste Saturn/Pluto-Zyklus beginnt am 2.2.2054, also in 34 Jahren. Der Saturn/Pluto-Zyklus ist ein kurzfristiger Zyklus und wird deshalb das aktuelle Bewußtsein bestimmen. Er ist aber eingebettet in längerfristige Zyklen, die die Grundthemen angeben. Infrage kommen hier vor allem die Uranus/Neptun-Konjunkton von 1993 in Steinbock und die Uranus/Pluto-Konjunkton von 1966 in Jungfrau. Mit der Jupiter/Neptun-Konjunktion von 2009 in Wassermann und der Jupiter-Uranus-Konjunktion von 2011 in Fische begannen allerdings ebenfalls sehr kurzfristige Zyklen, die deshalb zur Zeit besonders das aktuelle Bewußtsein bestimmen.

Bei der Uranus/Neptun-Konjunktion von 1993 geht es um strukturelle gesellschaftliche (Steinbock) Veränderungen (Uranus/Neptun), mit denen die drei letzten Energien des Tierkreises, nämlich Steinbock (Funktionstüchtigkeit), Wassermann (Selbstverwirklichung) und Fische (Mitmenschlichkeit), in einen harmonischen Ausgleich miteinander gebracht werden sollen. Diese Uranus-Neptun-Konjunktion ist in den letzten Jahren durch ein Halbsextil und ein Halbquadrat zwischen Uranus und Neptun mehrfach aufgeladen worden. Uranus in Verbindung mit Neptun steht auch für eine übertriebene Angst (Panik).

Bei der Uranus/Pluto-Konjunktion von 1966 haben wir es mit fanatischen (Uranus/Pluto) Überzeugungen (Uranus in Jungfrau) zu tun, also mit Ideologien. Sie ist gerade durch das erste Quadrat zwischen Uranus in Widder und Pluto in Steinbock, das sich bis 2015 sieben Mal ereignete, aggressiv aufgeladen worden. Dieses Quadrat kann gedeutet werden als fanatische (Uranus/Pluto) Zerstörung (Uranus in Widder) von staatlichen Strukturen (Pluto in Steinbock), was sich in der Tat mit der illegalen Grenzöffnung am 4. September 2015 für muslimische Migranten in Deutschland ereignet hat. Diese Energie-Verbindung kann aber auch gelesen werden als fanatische Rebellion (Uranus Quadrat Pluto in Steinbock) gegen diese Grenzöffnung, wofür die Partei Alternative für Deutschland (AfD) steht.

Bei der Jupiter/Neptun-Konjunktion von 2009 geht es um Sinnsuche, aber - negativ gesehen - auch um idealistische (Neptun) Übertreibungen (Schütze). Auch sie wurde noch einmal durch das letzte Quadrat zwischen Jupiter in Schütze und Neptun in Fische energetisch verstärkt. Typisch für eine solche Energie-Verbindung sind Spekulationsblasen, wie wir sie an der Börse und im Immobilienmarkt erleben. Aber auch die Willkommenskultur mit dem Spruch der Kanzlerin "Wir schaffen das !" gehört hierhin. Überhaupt hat die Politik mit dieser Konstellation eine moralistische Ausrichtung bekommen, die sich z.B. auch im Genderismus und in der "Ehe für alle" zeigen. Eine weitere Manifestation dieser Energie-Verbindung ist die Fridays for Future-Bewegung mit der Klima-Ikone Greta Thunberg, wo mit geradezu religiöser Überzeugung daran geglaubt wird (Jupiter mit Neptun), daß das von Menschen erzeugte Kohlendioxyd eine Weltklima-Katastrophe erzeugt. Die aktuelle Corona-Pandemie zeigt wiederum idealistische (Neptun) Übertreibungen (Jupiter): Kein Mensch darf angesteckt werden und der Staat (Steinbock) hat dafür zu sorgen, indem er notfalls die ganze Gesellschaft einsperrt.

Bei der Saturn-Pluto-Konjunktion fällt sofort das Stellium im Steinbock auf. Nicht weniger als fünf Planeten sind hier beteiligt, neben Saturn und Pluto noch die Sonne, Merkur und Ceres (Stier). Diese Energie-Verbindung könnte so gedeutet werden, daß die Gesellschaft in den nächsten Jahren auf ein neues Fundament gestellt werden soll, wovon insbesondere das Finanzsystem (Ceres) betroffen sein könnte, zumal sich auch Jupiter im Steinbock befindet und Mars im Schützen ein Halbquadrat zu dem Stellium bildet. Der Schütze-Übermut der letzten Jahrzehnte dürfte damit zu Ende gehen. Leider kann sich diese Steinbock-Energie auch anders auswirken: Der Staat (Steinbock) könnte sich herausgefordert fühlen, mit strengen Maßnahmen die Gesellschaft zu regulieren. Dazu passen die Maßnahmen in der Corona-Pandemie, die letztlich auf einen allgemeinen Impfzwang hinauslaufen.

Das direkte Zusammentreffen der uranischen mit der neptunischen Energie spricht für eine Umorientierung der Verhältnisse. Uranus bildet mit Neptun ein Halbquadrat und mit Priapus (Mond, Neptun, Pluto) ein Trigon. Priapus steht in einem Quinkunx-Aspekt zu Lilith neben Chiron und in einem Tao-Aspekt (165°) zu Neptun in Fische. Das sind gewaltige Spannungen, die erst einmal die Gesellschaft zerreißen können, ehe die Steinbock-Energien ein neues Fundament legen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang der 30°-Aspekt (Halbsextil) zwischen Chiron (Jungfrau) und Uranus, der sich in den letzten Jahren immer wieder exakt eingestellt hat. Er kann gedeutet werden als eigenwillige Vernunft. Eigenwillige Überlegungen können sich aber in sehr unterschiedlichen Richtungen bewegen. Sie können auch durchaus verrückt sein. Und in der Tat machen viele gesellschaftliche Entwicklungen zur Zeit den Eindruck, als ob die Gesellschaft den Verstand verloren hat.

Auffällig ist des weiteren die isolierte Venus an der Grenze zwischen Wassermann und Fische. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, in dieser astrologischen Stellung die Gesellschaft (Venus) zu sehen, die in der Corona-Krise durch verrückte Maßnahmen (Position zwischen Wassermann und Fische) an zwischenmenschlichen Kontakten gehindert wird (social distancing, Maskenpflicht).

Betrachten wir auf dem Hintergrund der oben genannten Planeten-Rhythmen die letzten Jahrzehnte, dann stellen wir fest, daß die Verhältnisse in der Welt in mehrfacher Hinsicht aus der Balance gebracht worden sind. Zunächst wurden die Staaten des real existierenden Sozialismus strukturell verändert. Deutschland erlangte auf diese Weise seine Wiedervereinigung. Das war insofern eine positive Veränderung. Der Westen wähnt sich aber seitdem als Sieger der Geschichte und hat seine kapitalisitische Lebensart mit rücksichtsloser Härte neu etabliert. Unter dem Einfluß von Uranus/Neptun in Steinbock und Pluto in Schütze wurde ein grenzenloser Turbo-Kapitalismus geschaffen und unter Dominanz der USA in die ganze westlich beherrschte Welt exportiert (Globalisierung). Das bedeutet Herrschaft der Märkte, Schwächung der regulierenden Staatsmacht, Verlust von sozialen Sicherheiten, ökologische Zerstörung der Ressourcen und eine gigantische Antreiberei der Arbeitenden. Unter dem Gesichtspunkt der jetzt sehr betonten Steinbock-Energie ist ein solches System weder funktionstüchtig noch nachhaltig und dürfte mit der stattfindenden Saturn/Pluto-Konjunktion heftig infrage gestellt werden.

Neben diesem aggressiven wirtschaftlichen Leistungswahn (eine negative Entsprechung von Uranus/Neptun in Steinbock), der in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts begann, erleben wir zur Zeit nun auch eine passive kulturelle Entsprechung von Uranus/Neptun in Steinbock: Es handelt sich um eine vom Idealismus getragene Ideologie der Grenzenlosigkeit, die vor allem durch die beiden Jupiter-Konjunktionen von 2009 und 2011 sowie die inzwischen erfolgten vielen Aspekte zwischen Jupiter, Neptun und Uranus (darunter das letzte Quadrat zwischen Jupiter in Schütze und Neptun in Fische) befördert wurde. Auch das ist eine negative Entsprechung von Uranus/Neptun in Steinbock und ist die Art, wie die Grünen, aber auch die Linke, die SPD und die Merkel-CDU, mit dieser Energie gesellschaftspolitisch umgehen. Es wurden nicht nur die Geschlechtergrenzen niedergerissen (Ehe für alle, Gender-Ideologie), sondern auch die europäischen und deutschen Staatsgrenzen für illegale Migranten aus aller Welt im Namen der Menschenrechte und einer verabsolutierten Toleranz geöffnet. Die deutsche Bundesregierrung erklärte gewissermaßen Migration zu einem übergeordneten Menschenrecht, das unser Grundgesetz (Art. 16A) und das Asylgesetz (§18) außer Kraft setzt. Etwa zwei Millionen vor allem junge muslimische Männer aus aller Welt strömten seitdem in unser Staatsgebiet und sollen jetzt in unsere Gesellschaft integriert werden. Jeden Monat kommen zehn bis fünfzehn Tausend illegale Migranten hinzu, mehr als die Hälfte davon ohne Papiere. Ein Ende dieser Völkerwanderung ist nicht abzusehen.

Wie sehr die Bundeskanzlerin Angela Merkel bei diesem Problem eine geradezu verlogene Haltung einnimmt, zeigt folgendes Video:

Zittert Frau Merkel aus Angst?

Ihre Äußerungen von 2002/2003, die hier zitiert werden, sind das genaue Gegenteil von dem, was sie heute zur Flüchtlingsproblematik sagt. Sie hat damals praktisch eine AfD-Position vertreten.

Es ist vielleicht mit dem gesunden Menschenverstand (Steinbock- mit Jungfrau-Energie) einzusehen, daß diese passive gutmenschliche Erlaubnishaltung gegenüber den Migranten nicht gut ausgehen kann. Auch hier wird die Saturn/Pluto-Konjunktion, besonders mit der Verbindung zu Ceres (Sicherheit), für eine Veränderung sorgen. Der Kampf um den gesunden Menschenverstand gegen eine ideologische Verbohrtheit (Uranus/Pluto-Konjunktion in Jungfrau von 1966), sei sie nun wirtschafts-liberalistisch oder menschenrechts-liberalistisch determiniert, wird das Thema der nächsten Jahre sein.

Es muß hier allerdings auch eine Warnung ausgesprochen werden: Die dramatische Ballung (Stellium) von fünf Energien im Steinbock-Zeichen bedeutet nicht, daß der Staat (Steinbock) die Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte korrigieren wird. Der Staat wird sicher in Zukunft eine größere Rolle spielen, aber diese kann durchaus sehr problematisch sein. In der aktuellen Corona-Krise sieht es so aus, als hätte der Staat mit dem Lockdown den Bogen überspannt. Er hat sich mit der Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes vom 25. März 2020 praktisch ein Ermächtigunsgesetz geschaffen und sorgt mit Hilfe der gleichgeschalteten Medien für Panik und Hysterie in der Bevölkerung. Vordergründig geht es darum, einen allgemeinen Impfzwang durchzusetzen, hintergründig wird an der Veränderung der Gesellschaft hin zu autoritären Strukturen gearbeitet.

In der Klimaproblematik versucht der Staat mit dem gleichzeitigen Ausstieg aus der Kohle und der Atomkraft einen Weg einzuschlagen, der die Energiesicherung Deutschlands infrage stellt. Und in der Migrationsfrage sowie der inneren Sicherheit verzichtet der Staat nach wie vor auf eine Sicherung seiner Staatsgrenzen und auf eine konsequente Abschiebungspolitik. Der Staat scheint das eine Mal zu hart zu entscheiden und das andere Mal zu weich. Es darf mit Fug und Recht bezweifelt werden, ob die Vertreter der Staatsgewalt immer die Interessen der Bevölkerung im Blick haben.

Der Kampf um den gesunden Menschenverstand wird jedenfalls dramatisch verlaufen. Diejenigen Kräfte, die die Gesellschaft wirtschaftlich bzw. kulturell in der Vergangenheit auf den Kopf gestellt haben, werden nicht freiwillig das Feld räumen. Saturn kommt demnächst an die Grenze zwischen Steinbock und Wassermann, läuft danach zweieinhalb Jahre durch das Wassermann-Zeichen und bildet dabei ein Quadrat zu Uranus im Stier. Diese Energiemischung steht für restriktive Maßnahmen und autoritäre Unterdrückung, aber auch für Rebellion und verbissenen Widerstand. Wir müssen mit härtesten Auseinandersetzungen rechnen. Vielleicht wird hier sogar die Demokratie an ihre Grenzen gebracht. Die Corona-Pandemie gibt davon bereits einen Vorgeschmack. Noch schlimmer wird aber der nachfolgende Transit von Pluto durch das Wassermann-Zeichen wirken. Hier haben wir es mit Fanatismus (und mit Kontrollwahn) zu tun. Wie schlimm die Verhältnisse dann werden, können wir uns vielleicht am Beispiel der Französischen Revolution und den auf sie folgenden napoleonischen Kriegen vorstellen. Pluto befand sich 1789 zur Zeit der Revolution auf 19° Wassermann. Frieden für Europa gab es erst mit dem Wiener Kongreß von 1815 mit Pluto auf 23° Fische. Die auf uns zukommenden Katastrophen könnten die damaligen Verhältnisse noch um vieles übertreffen. Sicher, danach, wenn die Welt das aushält, werden wir eine ganz andere gesellschaftliche Situation haben. Jetzt aber angesichts der Saturn/Pluto-Konjunktion in eine hoffnungsvolle Erwartungshaltung zu verfallen, wäre naiv und vollkommen unangebracht.

(zur Corona-Pandemie vgl. meinen Artikel Pandemie als Kriegsersatz)

Rolf Freitag, Schule für Psychologische Astrologie in Heiligenhaus, 2021

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