Die Grünen und die AfD
Der Kampf um den gesunden Menschenverstand

Vereinigungsparteitag der Grünen

14. Mai 1993 in Leipzig, Zeit unbekannt

Es handelt sich hier um das Horoskop des Zusammenschlusses von Bündnis 90 im Osten mit den Grünen im Westen. Die genaue Tageszeit ist mir leider nicht bekannt. Wir haben also nur ein halbes Horoskop, ohne Häuser und auch ohne genaue Mondstellung. Trotzdem ist das Horoskop sehr aussagekräftig.

In diesem Horoskop gibt es drei problematische Konstellationen:

-    die sehr genaue Konjunktion von Neptun mit Uranus im Steinbock,
-    die Stellung des Saturn an der Grenze zwischen Wassermann und Fische,
-    und die Stellung der Lilith (Mond + Uranus + Pluto) in Fische.

In allen diesen Fällen handelt es sich um das direkte Aufeinandertreffen der Energien von Uranus und Neptun bzw. von Wassermann und Fische. Es sind das die grundlegenden Energien, die das Leben steuern. Auf der horizontalen Ebene symbolisieren sie die Spannung zwischen Extrovertiertheit (Uranus) und Introvertiertheit (Neptun) und auf der vertikalen Ebene die Spannung zwischen Veräußerlichung (Uranus) und Verinnerlichung (Neptun).

Im Horoskop aller Menschen und Institutionen gibt es diese Polarität, aber nur in seltenen Fällen haben Uranus und Neptun einen genauen Aspekt miteinander. Im Horoskop der Grünen finden wir diese Seltenheit gleich drei Mal. Ganz allgemein gesprochen, handelt es sich damit um eine ungewöhnliche Veranlagung, und zwar im Guten wie im Schlechten.

Um zu verhindern, daß mir hier gleich der Vorwurf der Parteilichkeit gemacht wird, will ich diese ungewöhnlichen Konstellationen zunächst positiv deuten:
Lilith in Fische bezeichnet positiv ein leidenschaftliches Eintreten für Ideale. Neptun in Steinbock einen staatsmännischen Dienst, der durch Uranus im Steinbock mit großem Ernst und starkem Ehrgeiz geleistet wird. Saturn zwischen Wassermann und Fische hat ungefähr dieselbe Bedeutung. Da sowohl Lilith als auch Pluto durch Aspekte mit der Uranus-Neptun-Konjunktion verbunden sind, kommt noch eine extreme Verbissenheit ins Spiel. Uranus mit Neptun befördern auch die Veränderungsbereitschaft von Strukturen (Steinbock), wobei sie durchaus – gerade in Verbindung mit der Sonne – geradezu geniale Fähigkeiten mobilisieren können. Das Anderthalbquadrat zwischen Sonne und Jupiter, das Trilin (105°) zwischen Jupiter und der Uranus-Neptun-Konjunkton im Steinbock sowie das Tao (165°) zwischen Jupiter und Lilith verweisen zusätzlich auf Risikobereitschaft und einen großen Unternehmungsgeist bzw. Expansionsdrang. So weit eine ideale Interpretation der Möglichkeiten, die das Horoskop den Grünen bietet.

An dieser Stelle könnte man kurz durchatmen und erstaunt bzw. bewundert sagen: Was für eine begabte Partei! Welch ein Segen für unser Land, daß es diese Partei gibt! Leider leben wir aber in keiner idealen und absolut geordneten Welt und der Verdacht ist nicht von der Hand zu weisen, daß die Realität dieser Partei ganz anders aussieht.

Lassen Sie mich Ihnen einige politische Forderungen der Grünen aus der Vergangenheit in Erinnerung bringen:

-    in den Anfängen (70er-Jahre) Verbindungen zur RAF
-    dann über 10 Jahre Propagierung von Sex mit Kindern bzw. unter Verwandten
-    für Multi-Kulti (1980er-Jahre)
-    Gefängnisse abschaffen (1982)
-    schußwaffenlose Polizei (1980/1985)
-    Auflösung aller kasernierten Polizeieinheiten (1987)
-    Ladendiebstahl wie Mundraub beurteilen (1987)
-    Freigabe von Cannabisbesitz (1987)
-    Auflösung der Verfassungsschutzämter (1987)
-    Weitgehender Stellenabbau der Polizei (1989)
-    Abschaffung der Gefängnisse
-    30 Stunden-Woche (1989)
-    Verdoppelung der Sozialhilfe (1989)
-    Fünf D-Mark je Liter Benzin (1998)
-    Legalisierung weicher Drogen wie Haschisch und Marihuana (2002)
-    Homo-Ehe (2002)
-    EU-Beitritt der Türkei (2004)
-    Deutschland als ein Einwanderungsland (2005)
-    Abschaffung der Gymnasien (2011)
-    Einheitsschule (2011)
-    Tempolimit auf Autobahnen (2011)
-    „Veggie-Day“, ein fleischloser Tag in der Woche (2013)
-    Ehe für gleichgeschlechtliche Paare mit Adoptionsrecht (2014)
-    Willkommenskultur statt Abschottung (2014)
-    Pille „danach“ rezeptfrei (2015)
-    Islamischer Religionsunterricht an deutschen Schulen (2015)

(zitiert nach Michael Grandt "Die Grünen", S.21ff.)

Die Chronik hört bei Michael Grandt Anfang 2015 auf. Hinzu gedacht werden müssen deshalb noch die Propagierung von Gender Mainstreaming und die vorbehaltlose Unterstützung der Grenzöffnung für illegale Migranten durch die Bundeskanzlerin seit 2015. Die Grünen sind einerseits die Partei, die am entschiedensten für die Rechte von Frauen und Minderheiten eintritt, und sie sind andererseits die Partei, die genauso entschieden Millionen von jungen muslimischen Männern, die von Emanzipation und Minderheitenrechten gar nichts halten, nach Deutschland holen will. Ein sehr bemerkenswerter Widerspruch!

Kann man nach dieser langen Liste von Forderungen, die ich hier nicht einmal vollständig zitiert habe und die praktisch alle gesellschaftlichen Grenzen niederreißt, noch von einer vernünftigen staatstragenden Partei (Neptun im Steinbock) sprechen? Ich denke nicht. Die Grünen haben offensichtlich ein gestörtes Verhältnis zur Normalität (Steinbock). Versuchen wir also das Horoskop der Grünen so zu deuten, wie es der Realität dieser Partei besser entspricht.

Die zentrale Uranus-Neptun-Konjunktion im Steinbock hat negativ die Bedeutung, daß Traditionen, Regeln und Grenzen aufgelöst (Neptun im Steinbock), aber mit Härte und Konsequenz (Uranus im Steinbock) anderen aufgezwungen werden. Uranus mit Neptun im Steinbock bedeutet oft einfach Unterdrückung (wobei die Neptun-Energie auf die Unterdrückten projiziert wird) und die Grünen gelten wohl nicht ohne Grund als "Verbots-Partei". Saturn zwischen Wassermann und Fische verstärkt den Unterdrückungs-Charakter und weil auch Pluto und Lilith durch Aspekte beteiligt sind, ist Fanatismus (Uranus mit Pluto) mit im Spiel.

Die Unterdrückung erfolgt natürlich aus edlen moralischen Motiven, weil Lilith im Fische-Zeichen steht. Das Gutmenschentum bzw. die politische Gesinnungsethik sind das Markenzeichen der Grünen, die deswegen oft auch als "Partei der Moralapostel" bezeichnet werden. Aber das macht die Sache nicht besser. Migranten soll z.B. geholfen werden, weil sie die Menschenrechte besitzen. "Kein Mensch ist illegal" heißt es dann, aber die Sache stimmt so einfach nicht. Der Einbrecher in eine Wohnung ist als Mensch auch nicht illegal und er besitzt selbstverständlich die Menschenrechte. Zu seinen Menschenrechten gehört aber nicht das Recht, in eine fremde Wohnung einzudringen, genauso wenig wie illegale Migranten das Menschenrecht haben, sich in einem fremden Land festzusetzen. Die deutsche Politik der offenen Grenzen seit 2015, die von den Grünen unterstützt wird, ist ein schlimmer Irrweg.

(siehe das Video-Gespräch mit dem Cicero-Kolumnisten Frank A. Meyer "Offene Grenzen - eine fürchterliche Idee")

Die Konstellation Sonne/Merkur mit Trigon zu Uranus/Neptun steht nicht nur für kreative Veränderungen sondern auch für Größenwahn. Die Grünen propagieren ganz offen (Merkur mit Anderthalbquadrat zu Jupiter) die Veränderung der ganzen Gesellschaft und das oft ohne genaue Sachkenntnis der Probleme (Chiron mit Tao-Aspekt zu Saturn). Gegner dieser Partei haben das in den Vorwurf gekleidet, daß diese Partei Arroganz mit Ignoranz verbindet.

Ein besonders infamer Trick der Grünen arbeitet mit der Faschismuskeule. Im Namen des Antifaschismus geht man gegen konservative Gegner des typisch grünen Programms der offenen Grenzen (No borders – No nations) vor. Nach den Verbrechen der Nazizeit ist es ein besonderer Ehrentitel, wenn man sich selbst als Antifaschist bezeichnet. Unter diesem Deckmantel wird es dann leicht, alle Gegner von offenen Grenzen als Menschenfeinde, Rassisten oder auch als Nazis zu verteufeln.

Es ist dabei immer dieselbe Methode: Zunächst wird ein unangreifbares Ideal verkündet (Jupiter mit Tao-Aspekt zu Lilith in Fische) und anschließend wird in dieses Ideal ein Recht hineingemogelt, das dort nicht hineingehört. Das gilt z.B. auch für die inzwischen durchgesetzte Forderung der Grünen nach der Ehe für alle. Mit dem Slogan "Nur die Liebe zählt" geht man erst einmal moralisch auf Sympathie-Fang, um dann in einem zweiten Schritt alle Bedenken gegen eine Homo-Ehe mit Adoptionsrecht obsolet zu machen. Im Grunde sind die Grünen Menschenrechts-Chaoten. Im Namen hoher Ideale nehmen sie sich das Recht heraus, die Verhältnisse umzukrempeln, bis am Ende nichts mehr funktioniert.

Das aktuelle Beispiel für eine solche Übermoralisierung der Politik der Grünen ist die Rettung des Weltklimas. Hier ist es gelungen, mit der alten Forderung nach mehr Umweltschutz, die selbstverständlich politisch unstrittig ist und von jederman geteilt wird, die Klimarettung zu verbinden, so daß der normale Bürger gar nicht mehr zwischen Umwelt und Klima unterscheiden kann. Es ist aber nach Ansicht namhafter Wissenschaftler gar nicht sicher, ob der Mensch entscheidenden Einfluß auf das Weltklima hat und ob Kohlendioxid die Ursache für die Erderwärmung ist. Es ist nicht einmal unstrittig, ob es den Treibhauseffekt überhaupt gibt. Trotzdem ist eine quasi religiöse Bewegung entstanden (Fridays for future), die die Politik vor sich hertreibt und jeden Skeptiker zum Klimaleugner abstempelt.

(siehe die Rede von Dr. Alexander Gauland, AfD zur Rettung des Weltklimas)

Unter dem Einfluß dieser Klimahysterie wird nun von der Politik in Deutschland – und mit dem European Green Deal der deutschen EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen auch für Europa – eine Energiewende installiert. Sie wurde ganz zu Anfang propagiert mit dem Slogan "Die Sonne schickt uns keine Rechnung". Das hörte sich gut an, war aber wieder nur die halbe Wahrheit. Zur Vollständigkeit gehört, daß der kostenlose Sonnenstrom eingesammelt werden muß, was einen ungeheuren Flächenverbrauch für Windkraft- und Photovoltaikanlagen erforderlich macht. Und dazu gehört auch – weil der Sonnenstrom ein unbeständiger Wackelstrom ist – daß er durch zusätzliche Speicherkraftwerke geglättet werden muß. Beide Voraussetzungen sind bis heute ein unlösbares Problem für ein Land wie Deutschland, das als einziges Industrieland der Welt zugleich aus Kohle und Atom aussteigen will, und auf beide Probleme haben die Grünen bis heute keine Antwort gefunden.

(siehe der Vortrag von Professor Sinn "Energiewende ins Nichts?")

Die Methode, moralische Maximalforderungen auf der Basis hysterischer Ängste aufzustellen, ist eigentlich politisch verrückt, aber auch dafür steht die Verbindung von Uranus mit Neptun in Steinbock bzw. Saturn zwischen Wassermann und Fische im Horoskop der Grünen. Genialität und Verrücktheit wachsen auf demselben Holz, das gilt auch für die Astrologie. Bei den Grünen ist diese Verrücktheit sehr ausgeprägt und man soll sich nicht täuschen: Sie wollen keine halben Sachen. Dafür sorgt schon der ihnen innewohnende Hang zum Fanatismus (Uranus mit Pluto). Es ist nicht undenkbar, daß wir mit den Grünen, wenn sie weiter stärker werden, mit ihrer Methode einer verabsolutierten Gesinnungsethik in eine Menschenrechts- bzw. Ökodiktatur hineinsteuern.

Nun hat dieses Horoskop noch eine zweite Seite, die auf dem Hintergrund eines verrückten Idealismus besonders gefährlich ist, nämlich das ausgeprägte Talent der Grünen, sich kommunikativ gut zu verkaufen. Dafür steht zunächst die Figur Sonne/Merkur mit Opposition zu Pluto und Halbquadrat zu Venus/Ceres. Ceres (Stier-Energie) bedeutet in diesem Zusammenhang so viel wie "groß" oder "viel". Die Grünen können offenbar viel Sympathie auf sich ziehen. Ceres verweist aber auch – ähnlich wie die Zeichenstellung der Sonne im Stier – auf Naturthemen, mit denen die Grünen identifiziert werden.

Zur Beliebtheit gehört aber auch das Große Trigon zwischen Mars, Venus/Ceres und Mondknoten in Schütze. Und nicht zuletzt schafft Priapus (Mond + Neptun + Pluto) in Waage eine Projektionsfläche für Sympathie, obwohl er durch ein Anderthalbquadrat mit dem unzuverlässigen Saturn verbunden ist.

Man kann sich nicht genug wundern, wie es möglich ist, daß die Grünen trotz all ihrer unrealistischen Forderungen in der Vergangenheit jetzt sogar in der Beliebtheit die CDU überflügeln und als Kanzlerpartei gehandelt werden. Die Grünen können sagen und tun, was sie wollen, ihnen wird einfach nichts übelgenommen. Eine Erklärung dafür bietet vielleicht die Konstellation Sonne/Merkur mit Anderthalbquadrat zu Jupiter in Waage. Es sind die Journalisten in allen Leitmedien, die die Grünen hochschreiben. Die Enkel der 68er haben gewissermaßen vorgesorgt: Sie haben auf ihrem langen Marsch durch die Institutionen auch die Medien erobert, und das kommt ihnen jetzt zugute.

Das Horoskop der AfD

6.2.2013 in Berlin, Zeit unbekannt

Wenden wir uns nun dem Horoskop der AfD zu. Auch hier fehlt mir die genaue Gründungszeit. Wir müssen uns also wieder mit einem halben Horoskop ohne Häuser und mit einer ungenauen Mondstellung begnügen.

Wenn wir uns nun dieses Horoskop ansehen, dann stellen wir zunächst fest, daß dort dieselbe problematische Energieverbindung zu finden ist: Die Jod-Figur zwischen Lilith in Zwillinge, Pluto in Steinbock und Saturn/Priapus im Skorpion zeigt die Grundorientierung dieser Partei an. Hier haben wir wieder die ungewöhnliche Verbindung zwischen Uranus (Lilith), Neptun (Priapus) und Saturn, verstärkt durch Pluto. Die AfD könnte also eine genauso unzuverlässige Partei sein wie die Grünen. Sie ist aber der erklärte Gegner der Grünen.

Die Voraussetzung für die entgegengesetzte Politik von Grünen und AfD bei gleicher Energie-Situation finden wir in folgender Erklärung: Wenn Uranus, Neptun und Steinbock zusammentreffen, gibt es grundsätzlich zwei (falsche) Möglichkeiten, diese Energieverbindung zu leben. Entweder eine Partei betont die Energien von Uranus und Neptun auf Kosten von Saturn – dann droht eine ständige gesellschaftliche Veränderung ohne Halt und Realitätssinn. Das ist die Position der Grünen. Oder eine Partei betont die Energie von Saturn auf Kosten von Uranus und Neptun – dann droht ein Festhalten an Recht und Ordnung, an klaren Grenzen und alten Traditionen ohne die Bereitschaft zu notwendigen Veränderungen. Das ist die Position der AfD.

Nun wird die AfD sicher bestreiten, daß sie notwendige gesellschaftliche Veränderungen ablehnt. Sie ist auch erst 6 Jahre (seit 2013) auf der politischen Bühne und ist – wie ihr Fraktionsvorsitzender Alexander Gauland wiederholt gesagt hat – ein "gäriger Haufen". Die AfD hat noch nicht gezeigt – wie es die Grünen konnten – zu welcher Ignoranz sie fähig ist. Sie hat bislang alle Hände voll damit zu tun, sich gegenüber den Grünen (den Linken, der SPD und der Merkel-CDU) und ihren politischen Positionen in Stellung zu bringen.

Dazu gehören die Ablehnung der Währungsunion (Euro), die Gegnerschaft zur Gender-Ideologie der Frauenbewegung, die Verurteilung der Grenzöffnung für illegale Migration durch die deutsche Bundesregierung seit 2015 und zuletzt der Kampf gegen die Behauptung eines von Menschen verursachten Klimawandels mit den entsprechenden Folgen für die deutsche Wirtschaft. In all diesen Fragen vertritt die AfD - wie sie selbst sagt -  eine Position des gesunden Menschenverstandes (Saturn) gegenüber illusionären und ideologischen Positionen der Altparteien (Uranus/Neptun).

Dieser Kampf gegen geradezu verrückte Vorstellungen wird auch durch das Stellium von Mars, Neptun, Merkur und Chiron an der Grenze von Wassermann und Fische symbolisiert. Er wird vor allem kommunikativ (Merkur) geführt, allerdings mit großer Härte und Verbissenheit, wie es das Quinkunx zwischen Lilith in Zwillinge und Pluto in Steinbock zeigt. Im Punkt Fanatismus ist die AfD den Grünen ebenbürtig. Dabei beweist das Anderthalbquadrat zwischen Uranus in Widder zum aufsteigenden Mondknoten (Sonne + Mond) im Skorpion, daß es der AfD bei ihrem verbissenen Kampf vor allem um die Heimat, also um das eigene Land (Mondknoten), geht.

An dieser Stelle muß nun noch etwas zum Problem des Steinbock (Saturn) nachgetragen werden: Es ist keineswegs so, als hätten die Grünen überhaupt kein Verhältnis zur Saturn-Energie. Man muß nämlich bei allen Grundenergien zwischen Ziel und Methode unterscheiden. Das Ziel des Steinbock (Saturn) ist das Ausgehen von den realen und funktionierenden Verhältnissen mit der Bewahrung alter Traditionen und stabiler Grenzen, und das lehnen die Grünen, wie oben erklärt, ab. Die Methode des Steinbock (Saturn), nämlich mit Ernst, Disziplin und Konsequenz für etwas einzutreten, verwenden sie dagegen, sogar in fanatischer Weise. Man muß dabei aber unterscheiden: Die Grünen treten mit Verbissenheit dafür ein, unsere Gesellschaft ökologisch umzubauen, sie treten aber ebenso verbissen dafür ein, unser Stasatsgebiet für "Flüchtlinge", das heißt für Muslime aus aller Welt, zur Verfügung zu stellen. Im ersten Fall engagieren sich die Grünen aktiv-verändernd, im zweiten Fall passiv-erlaubend.

Die AfD fühlt sich hingegen gerade durch das Ziel des Steinbock (Saturn) herausgefordert und stemmt sich mit einer rebellischen Widerstandskraft gegen den Zeitgeist, den die Grünen, die Linke, die SPD, die Merkel-CDU und nicht zuletzt die Leitmedien vertreten. Sie benutzt dabei auch die Methode des Steinbock (Saturn), allerdings aus einer Verteidiger-Position heraus. Angreifer sind hier die Kräfte des Mainstream. Da dadurch die Uranus-Neptun-Konjunktion in den Schattenbereich gerät, kann die AfD in Schwierigkeiten mit notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen kommen. Sie sieht sich ja selbst als eine CDU, wie sie einmal vor Merkel bestand, und ihr Vorsitzender Alexander Gauland ist schließlich ein alter CDU-Mann. Ob allerdings eine solche wiederbelebte CDU, wie sie die AfD gern sein möchte, unsere heutigen Probleme lösen kann, ist mehr als fraglich.

Es geht dabei vor allem um soziale Probleme. Hier müßte die AfD – durchaus in einer Art von Kapitalismuskritik – vor allem Anleihen bei der Partei Die Linke machen, die sie aber bis heute als Partei mit einem konservativen und liberalen Grundverständnis heftig bekämpft.

(siehe mein Artikel Der Angriff des Liberalismus auf konservative und soziale Positionen)

Die Bevorzugung von liberalen (und nicht sozialen) Positionen zeigt sich auch in der Stellung der Sonne im Wassermann und in der Verbindung des aufsteigenden Mondknoten mit dem Planeten Uranus. Aus ihrer Gründungszeit ("Deutschland braucht den Euro nicht") ist die AfD eigentlich eine radikal freiheitliche Partei und sie träumt letztlich davon, politisch zusammen mit der FDP und der CDU/CSU eine konservativ-liberale Volte in die Zeit vor Merkel zustande zu bringen. Andererseits gibt ihr die Verbindung der Sonnen-Energie mit der Wassermann-Energie auch den Willen zum Anderssein im Kampf gegen den grünen Zeitgeist.

Ohne eine Hinwendung zu den sozialen Problemen wird sie aber vor allem die Frauen nicht gewinnen und sie kann damit auch nicht die neue Volkspartei werden. Die AfD ist eine typische Männerpartei und die Frauen mögen ihre Tonalität in der politischen Auseinandersetzung nicht. Bei den Grünen (und den Linken) dominieren dagegen die Frauen mit ihren Wertvorstellungen. In gewisser Weise drückt sich der moderne Geschlechterkampf auch in der Gegnerschaft zwischen diesen beiden Parteien aus.

(siehe mein Artikel verunsicherte Männer - frustrierte Frauen)

Bliebe noch zu erwähnen, daß auch die AfD ein ausgesprochenes Talent zur Propaganda besitzt (Jupiter in Zwillinge mit Quadrat zu Merkur) und daß sie auch die Gabe hat, sich beim Volk beliebt zu machen. Das Talent-Dreieck zwischen Jupiter, Uranus und Venus sprechen dafür sowie der Tao-Aspekt zwischen Jupiter und dem aufsteigendem Mondknoten.

Die Grünen und die AfD könnten die Parteien sein, zwischen denen sich in Zukunft hauptsächlich die politischen Auseinandersetzungen in der Gesellschaft abspielen.

(vgl. das Schaubild Politische Positionen)

Statt der alten Polarität von sozial (SPD) und konservativ-liberal (CDU/CSU mit FDP), also zwischen Links und Rechts, haben wir es dann mit einer Polarität zwischen einer progressiven und autoritären Ökodiktatur bzw. Menschenrechtsdiktatur und einer vielleicht ebenso autoritären Diktatur des gesunden Menschenverstandes im Namen traditioneller Verhältnisse zu tun. Die Gesellschaft ist tief gespalten, die aktuellen Probleme werden von den Altparteien nicht gelöst und die AfD wird, wo immer es möglich ist, konsequent ausgegrenzt. Sie wird mit dem meiner Meinung nach unberechtigten Vorwurf (auch und gerade von den Leitmedien), sie sei rechtspopulistisch, rassistisch und im Grunde eine Nazi-Partei, zur Un-Partei erklärt. Bei einem Stimmenanteil von zur Zeit 15% auf Bundesebene ist das kein demokratischer Vorgang. Es sieht für die Zukunft nicht gut aus mit unserer Demokratie.

Es lohnt sich, in diesem Zusammenhang auf die aktuell bevorstehende Saturn/Pluto-Konjunktion am 12. Januar 2020 um 16h55 GMT zu blicken. Mit ihr verbinden die Astrologen den Übergang in ein neues Zeitalter. Ich möchte hier aber zur Vorsicht raten. Saturn mit Pluto im Steinbock symbolisiert eine todernste Sachlichkeit bzw. einen extremen nüchternen Realitätssinn, und da diese Konjunkton direkt zusammen mit der Sonne, dem Merkur und der Ceres (Stier) erfolgt, soll ein entsprechendes Bewußtsein (Merkur) für handfeste Sicherheiten (Ceres im Steinbock) durchgesetzt werden. Solche Energien verweisen demnach eher auf eine Korrektur der Verhältnisse als auf einen Neubeginn.

(siehe meine Ausführungen zur aktuellen Transitlage)

Der Saturn/Pluto-Zyklus ist ein kurzfristiger Zyklus und wird deshalb das aktuelle Bewußtsein bestimmen. Die letzte Konjunktion ereignete sich am 8.11.1982, die nächste wird sich am 2.2.2054 ereignen, also in 34 Jahren. Der Zyklus ist aber eingebettet in längerfristige Zyklen, die die Grundthemen festlegen. Infrage kommen hier vor allem die Uranus/Neptun-Konjunktion von 1993 in Steinbock und die Uranus/Pluto-Konjunktion von 1966 in Jungfrau. Mit der Jupiter/Neptun-Konjunktion von 2009 in Wassermann begann allerdings ebenfalls ein sehr kurzfristiger Zyklus (13 Jahre), der deshalb zur Zeit besonders das aktuelle Bewußtsein bestimmt.

Bei der Uranus/Neptun-Konjunktion geht es um strukturelle (Steinbock) Veränderungen (Uranus/Neptun), mit denen die drei letzten Energien des Tierkreises, nämlich Steinbock (Funktionstüchtigkeit), Wassermann (Selbstverwirklichung) und Fische (Mitmenschlichkeit), in einen harmonischen Ausgleich miteinander gebracht werden sollen. Bei der Uranus/Pluto-Konjunktion haben wir es mit fanatischen (Uranus/Pluto) Überzeugungen (Uranus in Jungfrau) zu tun, also mit Ideologien. Sie ist gerade durch das erste Quadrat zwischen Uranus in Widder und Pluto in Steinbock, das sich bis 2015 sieben Mal ereignete, aggressiv aufgeladen worden. Dieses Quadrat kann gedeutet werden als fanatische (Uranus/Pluto) Zerstörung (Uranus in Widder) von staatlichen Strukturen (Pluto in Steinbock), was sich in der Tat mit dem Brexit und der illegalen Grenzöffnung 2015 für muslimische Migranten in Deutschland ereignet hat. Diese Energie-Verbindung kann aber auch gelesen werden als fanatische Rebellion (Uranus Quadrat Pluto in Steinbock) gegen diese Grenzöffnung, wofür z.B. die Partei Alternative für Deutschland steht.

Bei der Jupiter/Neptun-Konjunktion geht es um Sinnsuche, aber - negativ gesehen - auch um idealistische (Neptun) Übertreibungen (Schütze). Auch sie wurde noch einmal durch das letzte Quadrat zwischen Jupiter in Schütze und Neptun in Fische energetisch verstärkt. Typisch für eine solche Energie-Verbindung sind Spekulationsblasen, wie wir sie an der Börse und im Immobilienmarkt erleben. Aber auch die Willkommenskultur mit dem Spruch der Kanzlerin "Wir schaffen das !" gehört hierhin. Die letzte Manifestation dieser Energie-Verbindung ist die Fridays for Future-Bewegung mit der Klima-Ikone Greta Thunberg.

Interessant ist in diesem Zusammenhang der 30°-Aspekt (Halbsextil) zwischen Chiron (Jungfrau) und Uranus, der sich in den letzten Jahren immer wieder exakt eingestellt hat. Er kann gedeutet werden als eigenwillige Vernunft. Eigenwillige Überlegungen können sich aber in sehr unterschiedlichen Richtungen bewegen. Sie können auch durchaus verrückt sein. Und in der Tat machen viele gesellschaftliche Entwicklungen zur Zeit den Eindruck, als ob die Gesellschaft den Verstand verloren hat.

Betrachten wir auf diesem Hintergrund die letzten Jahrzehnte, dann stellen wir fest, daß die Verhältnisse in der Welt in mehrfacher Hinsicht aus der Balance gebracht worden sind. Zunächst wurden die Staaten des real existierenden Sozialismus strukturell verändert. Deutschland erlangte auf diese Weise seine Wiedervereinigung. Das war insofern eine positive Entwicklung. Der Westen wähnt sich aber seitdem als Sieger der Geschichte und hat seine kapitalistische Lebensart mit rücksichtsloser Härte neu etabliert. Unter dem Einfluß von Uranus/Neptun in Steinbock und Pluto in Schütze wurde ein grenzenloser Turbo-Kapitalismus geschaffen und unter Dominanz der USA in die ganze westlich beherrschte Welt exportiert (Globalisierung). Das bedeutet Herrschaft der Märkte, Schwächung der regulierenden Staatsmacht, Verlust von sozialen Sicherheiten, ökologische Zerstörung der Ressourcen und eine gigantische Antreiberei der Arbeitenden. Unter dem Gesichtspunkt der Steinbock-Energie ist ein solches System weder funktionstüchtig noch nachhaltig und dürfte mit der stattfindenden Saturn/Pluto-Konjunktion heftig infrage gestellt werden.

Neben dieser aggressiven wirtschaftlichen Zerstörung (eine negative Entsprechung von Uranus/Neptun in Steinbock), die in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts begann, erleben wir zur Zeit nun auch eine passive kulturelle Entsprechung von Uranus/Neptun in Steinbock: Es handelt sich um eine vom Idealismus getragene Grenzenlosigkeit, die vor allem durch die Jupiter/Neptun-Konjunktion von 2009 und die inzwischen erfolgten vielen Aspekte zwischen Jupiter und Neptun (darunter das letzte Quadrat zwischen Jupiter in Schütze und Neptun in Fische) befördert wurde. Auch das ist eine negative Entsprechung von Uranus/Neptun in Steinbock und ist - wie oben bereits dargelegt - die Art, wie die Grünen, aber auch die Linke, die SPD und die Merkel-CDU, mit dieser Energie gesellschaftspolitisch umgehen. Es wurden nicht nur die Geschlechtergrenzen niedergerissen (Ehe für alle, Gender-Mainstreaming), sondern auch die europäischen und deutschen Staatsgrenzen für illegale Migranten aus aller Welt im Namen der Menschenrechte und einer verabsolutierten Toleranz geöffnet. Die deutsche Bundesregierung erklärte gewissermaßen Migration zu einem übergeordneten Menschenrecht, das unser Grundgesetz (Art. 16A) und das Asylgesetz (§18) außer Kraft setzt. Etwa zwei Millionen vor allem junge muslimische Männer strömten seitdem in unser Staatsgebiet und sollen jetzt in unsere Gesellschaft integriert werden. Jeden Monat kommen zehn bis fünfzehn Tausend Migranten hinzu, mehr als die Hälfte davon ohne Papiere. Ein Ende dieser Völkerwanderung ist nicht abzusehen.

Wie sehr die Bundeskanzlerin Angela Merkel bei diesem Problem eine geradezu verlogene Haltung einnimmt, zeigt folgendes Video:

Zittert Frau Merkel aus Angst?

Ihre Äußerungen von 2002/2003, die hier zitiert werden, sind das genaue Gegenteil von dem, was sie heute zur Flüchtlingsproblematik sagt. Sie hat damals praktisch eine AfD-Position vertreten.

Es ist vielleicht mit dem gesunden Menschenverstand (Steinbock- mit Jungfrau-Energie) einzusehen, daß eine passive gutmenschliche Erlaubnishaltung gegenüber den Migranten nicht gut ausgehen kann. Auch hier wird die Saturn/Pluto-Konjunktion, besonders mit der Verbindung zu Ceres (Sicherheit), für eine Veränderung sorgen. Der Kampf um den gesunden Menschenverstand gegen eine ideologische Verbohrtheit (Uranus/Pluto-Konjunktion in Jungfrau), sei sie nun wirtschafts-liberalistisch oder menschenrechts-liberalistisch determiniert, wird das Thema der nächsten 34 Jahre sein.

Und dieser Kampf wird dramatisch hart verlaufen. Diejenigen Kräfte, die die Gesellschaft wirtschaftlich und kulturell in der Vergangenheit auf den Kopf gestellt haben, werden nicht freiwillig das Feld räumen. Saturn kommt demnächst an die Grenze zwischen Steinbock und Wassermann, läuft danach zweieinhalb Jahre durch das Wassermann-Zeichen und bildet dabei ein Quadrat zum Uranus im Stier. Diese Energiemischung steht für restriktive Maßnahmen und autoritäre Unterdrückung, aber auch für Rebellion. Vielleicht wird hier auch die Demokratie an ihre Grenzen gebracht. Noch schlimmer wird aber der nachfolgende Transit von Pluto durch das Wassermann-Zeichen wirken. Hier haben wir es mit Fanatismus zu tun. Wie schlimm die Verhältnisse dann werden, können wir uns vielleicht am Beispiel der Französischen Revolution und den auf sie folgenden napoleonischen Kriegen vorstellen. Pluto befand sich 1789 zur Zeit der Revolution auf 19° Wassermann. Frieden für Europa gab es erst mit dem Wiener Kongreß von 1815 mit Pluto auf 23° Fische. Die auf uns zukommenden Katastrophen könnten die damaligen Verhältnisse noch um vieles übertreffen. Sicher, danach, wenn die Welt das aushält, werden wir eine ganz andere gesellschaftliche Situation haben. Jetzt aber angesichts der Saturn/Pluto-Konjunktion in eine hoffnungsvolle Erwartungshaltung zu verfallen, wäre naiv und vollkommen unangebracht.

Rolf Freitag, Schule für Psychologische Astrologie in Heiligenhaus, 2019

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