Verhalte ich mich männlich oder weiblich?

Allan und Barbara Pease haben in Ihrem Bestseller "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" mit dem Irrtum der Emanzipiationsbewegung aufgeräumt, daß Männer und Frauen - abgesehen von körperlichen Unterschieden, die nicht geleugnet werden können - angeblich dasselbe menschliche Verhaltensrepertoire besitzen und lediglich durch die Erziehung und das gesellschaftliche Umfeld in Richtung Männlichkeit bzw. Weiblichkeit geprägt werden. Sie berufen sich dabei auf die Gehirnforschung, die festgestellt hat, daß dieselben Verhaltensweisen im männlichen Gehirn ganz anders ablaufen als im weiblichen.

Damit bestätigen Sie indirekt auch das alte Wissen der Astrologie, das von einer Polarität der männlichen (Yang) und weiblichen Energien (Yin) im Horoskop ausgeht. In der Partnerschafts-Astrologie werden das Venus- und Mondprinzip im männlichen Horoskop bzw. das Mars- und Saturnprinzip (nicht die Sonne!) im weiblichen Horoskop als Suchenergien für die Partnerwahl gedeutet.

Die Grundausrichtung eines Menschen in Richtung Männlichkeit wird allerdings meiner Meinung nach durch die Wassermann-Energie (Planet Uranus / 11. Haus) geschaltet, die Grundausrichtung in Richtung Weiblichkeit hingegen durch die Fische-Energie (Planet Neptun / 12. Haus). Die beiden Prinzipien Uranus und Neptun werden damit auch zu den grundlegenden Suchprinzipien in der Partnerschafts-Astrologie.

Die Wassermann- und die Fische-Energie prägen die Geschlechtsrolle von Männern und Frauen zunächst unabhängig von Ihrem Horoskop. Sie bestimmen das typisch männliche bzw. weibliche Verhalten. Diese Grundprägungen können aber durch die persönlichen Konstellationen zur Zeit der Geburt stark verändert werden, so daß es, wie jeder weiß, sehr maskuline Frauen, aber auch sehr feminine Männer gibt.

Allan und Barbara Pease haben auf S.103 ff. ihres Buches einen Fragebogen entwickelt, der Aufschluß darüber geben soll, ob eine Person mehr zu männlichem oder mehr zu weiblichem Verhalten neigt. Diesen Fragebogen habe ich als Anregung weitgehend übernommen, aber auch in vielen Punkten geändert und ergänzt. Für einen Astrologen ist es dabei interessant, die ganz und gar unterschiedlichen Wirkungen von Uranus und Neptun auf das menschliche Verhalten zu beobachten.

Machen Sie einen Selbstversuch und kreuzen Sie die Antwort an, die am ehesten auf Sie zutrifft!

1.
 Was tun Sie, wenn Sie eine Straßenkarte lesen müssen?
 
A
 Kartenlesen bereitet mir oft Schwierigkeiten, so daß ich jemanden um Hilfe bitte.
 
B
 Ich helfe mir, indem ich z.B. die Karte so herum drehe, daß sie in Fahrtrichtung vor mir liegt.
 
C
 Ich habe keinerlei Schwierigkeiten, mich zu orientieren und den richtigen Weg zu finden.
 
2.
 Sie sind mit einer praktischen Arbeit beschäftigt. Plötzlich klingelt das Telefon. Wie reagieren Sie?
 
A
 Ich arbeite weiter, während ich telefoniere.
 
B
 Ich unterbreche meine Arbeit und telefoniere.
 
C
 Ich gehe ans Telefon und sage dem Anrufer, daß ich zurückrufe, sobald ich mit meiner Arbeit fertig bin.
 
3.
 Sie haben Freunde zu Besuch eingeladen. Wie erklären Sie den Weg?
 
A
 Ich schicke Ihnen die Kopie des Stadtplans und zeichne darin den Weg deutlich ein.
 
B
 Ich erkläre Ihnen am Telefon, wie Sie den Weg finden.
 
C
 Ich warte mit Erklärungen, bis ich von meinen Freunden darum gebeten werde.
 
4.
 Was tun Sie, wenn Sie nach einem schönen Kinofilm nach Haus kommen?
 
A
 Ich stelle mir einzelne Szenen vor, die mich besonders angesprochen haben, und unterhalte mich mit anderen darüber.
 
B
 Ich denke über bestimmte Inhalte des Films im stillen nach.
 
C
 Ich mache irgendetwas, was mit dem Film nichts zu tun hat.
 
5.
 Ein Freund/Freundin hat Probleme mit einem mechanischen Teil, das nicht mehr funktioniert. Wie verhalten Sie sich?
 
A
 Ich drücke mein Mitgefühl aus und rede mit ihm/ihr darüber, wie das für ihn/sie sein muß.
 
B
 Ich empfehle einen zuverlässigen und kompetenten Handwerker.
 
C
 Ich versuche zu verstehen, wie das Teil funktioniert und probiere dann, es zu reparieren.
 
6.
 Wie erklären Sie jemandem einen Gedanken oder ein Konzept?
 
A
 Ich erfinde eine Geschichte, die meine Gedanken anschaulich macht.
 
B
 Ich unterstreiche meine Erklärungen mit Händen und Füßen.
 
C
 Ich erkläre so kurz und verständlich wie möglich.
 
7.
 Sie haben eine Parklücke gefunden, die allerdings recht eng ist und in die Sie rückwärts einparken müßten. Wie verhalten Sie sich?
 
A
 Ich fahre weiter und suche nach einem größeren Parkplatz.
 
B
 Ich versuche vorsichtig einzuparken, brauche aber mehrere Versuche.
 
C
 Ich parke ohne Schwierigkeiten schnell und zügig ein.
 
8.
 Sie hören sich öfter ein bestimmtes Lied an, das Ihnen gut gefällt. Können Sie das Lied nachsingen?
 
A
 Ich kann das Lied ohne Schwierigkeiten nachsingen.
 
B
 Ich kann einen Teil nachsingen, wenn es sich um ein wirklich einfaches Lied handelt.
 
C
 Es fällt mir schwer, mich an die Melodie zu erinnern, obwohl mir ein Teil des Textes im Ohr geblieben ist.
 
9.
 Sie überlegen, was das neue Jahr bringen wird. Wie stellen Sie Ihre Prognosen?
 
A
 Rein intuitiv, nach meinem Gefühl und meinen Ahnungen.
 
B
 Indem ich die mir zur Verfügung stehenden Informationen berücksichtige, aber auch meine Intuition einsetze.
 
C
 Nur nach Fakten, Statistiken und ähnlichen sachlichen Informationen.
 
10.
 Sie haben Ihre Schlüssel verlegt. Wie verhalten Sie sich?
 
A
 Ich bin sehr aufgeregt und rufe vielleicht jemanden an, um ihm das Mißgeschick mitzuteilen.
 
B
 Ich tue etwas anderes, bis mir wieder einfällt, wo ich sie hingelegt habe.
 
C
 Ich gehe Schritt für Schritt meine Handlungen noch einmal durch, bis mir wieder einfällt, wo ich sie gelassen habe.
 
11.
 Sie werden auf einer Party fünf interessanten Leuten vorgestellt. Wie sieht es am nächsten Tag bei Ihnen aus?
 
A
 Ich erinnere mich an jedes einzelne der neuen Gesichter.
 
B
 Ich erinnere mich an das eine oder andere Gesicht.
 
C
 Ich erinnere mich wahrscheinlich eher an die Berufe oder Hobbies als an die Gesichter.
 
12.
 Was tun Sie, wenn Sie Ihren Tag planen?
 
A
 Ich plane den Tag genau durch und schreibe eine Liste, damit ich sehe, was getan werden muß.
 
B
 Ich schreibe mir manchmal auf, was ich erledigen muß.
 
C
 Ich überlege mir ungefähr, was ich tun will, und lasse die Dinge ansonsten auf mich zukommen.
 
13.
 Ein Freund/Freundin hat ein persönliches Problem und möchte es mit Ihnen besprechen. Wie reagieren Sie?
 
A
 Ich zeige mich mitfühlend und höre verständnisvoll zu.
 
B
 Ich sage, daß die Dinge immer schlimmer aussehen, als sie sind.
 
C
 Ich gebe vernünftige Ratschläge, wie das Problem gelöst werden kann.
 
14.
 Was ist für Sie das Wichtigste im Leben?
 
A
 Freunde zu haben und im Einklang mit den Leuten um mich herum zu leben.
 
B
 Freundlich zu anderen zu sein, aber gleichzeitig die persönliche Unabhängigkeit wahren.
 
C
 Sinnvolle Ziele zu erreichen und mir den Respekt der anderen zu verdienen.
 
15.
 Zwei Bekannte von Ihnen, die beide in einer Partnerschaft gebunden sind, haben eine Affäre miteinander. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß Sie dahinterkommen.
 
A
 Ich komme schnell dahinter.
 
B
 Die Wahrscheinlichkeit, daß ich es mitbekomme, liegt etwa bei fifty-fifty.
 
C
 Ich interessiere mich nicht für die Privatangelegenheiten anderer Leute und werde wahrscheinlich überhaupt nichts davon bemerken.

16.
 Wenn Sie die Wahl hätten, wie würden Sie am liebsten arbeiten?
 
A
 In einem Team, in dem sich alle Leute gut verstehen.
 
B
 Mit anderen, doch unter Beibehaltung des eigenen Freiraumes.
 
C
 Allein oder als Selbständige/r.
 
17.
 Welche Zeitschriften lesen Sie am liebsten?
 
A
 Ich lese Zeitschriften, die vom Leben anderer Leute berichten.
 
B
 Ich lese nur Zeitung.
 
C
 Ich lese Fachzeitschriften oder sportlich orientierte Zeitschriften.
 
18.
 Wie gehen Sie vor, wenn Sie einkaufen?
 
A
 Ich kaufe häufig aus einem Impuls heraus, vor allem Sonderangebote.
 
B
 Ich weiß in etwa, was ich kaufen will, lasse mich aber auch vom Angebot beeinflussen.
 
C
 Ich kaufe nur das, was ich mir vorher überlegt habe.
 
19.
 Haben Sie einen täglichen Rhythmus, was das Zubettgehen, das Aufstehen und das Einnehmen der Mahlzeiten betrifft?
 
A
 Ich lasse mich von meiner Tageslaune leiten.
 
B
 Ich habe einen einigermaßen geregelten Tagesablauf, bin aber flexibel.
 
C
 Ich habe einen ziemlich starren Tagesablauf, den ich ungern ändere.
 
20.
 Was stört Sie am meisten an einer Unterhaltung?
 
A
 Wenn der andere aus der Unterhaltung einen Streit macht.
 
B
 Wenn der andere schweigt bzw. keine Reaktion zeigt.
 
C
 Wenn der andere sehr langsam und umständlich erzählt.
 
21.
 Wie gut tanzen Sie?
 
A
 Ich muß das Tanzen nicht erlernen, weil ich die Musik im Körper fühlen kann.
 
B
 Ich kann die Tanzschritte, die ich in der Tanzschule gelernt habe.
 
C
 Ich bin Nichttänzer.
 
22.
 Was tun Sie am liebsten am Ende eines langen Tages?
 
A
 Ich unterhalte mich mit Freunden oder mit meiner Familie über den Tag.
 
B
 Ich höre anderen zu, wie sie über ihren Tag berichten.
 
C
 Ich lese lieber oder arbeite am Computer, als mich mit anderen zu unterhalten.
 
23.
 Welche Art von Urlaub bevorzugen Sie?
 
A
 Ich bleibe bei dem Urlaub, den ich gewohnt bin und wo ich die Leute vom letzten Jahr wiedertreffe.
 
B
 Ich ändere von Zeit zu Zeit mein Urlaubsziel.
 
C
 Ich mache grundsätzlich keinen Urlaub zweimal und freue mich auf Überraschungen und abenteuerliche Herausforderungen.
 
24.
 Sie erfahren, daß ein Freund/Freundin von Ihnen in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Wie verhalten Sie sich?
 
A
 Sie bieten ihm/ihr sofort von sich aus finanzielle Hilfe an.
 
B
 Sie warten ab, bis der Freund/die Freundin Sie anspricht und geben Hinweise, wie man die finanziellen Schwierigkeiten lösen kann.
 
C
 Sie sind der Ansicht, daß jeder/jede seine/ihre finanziellen Probleme selbst lösen sollte.
 
25.
 Wie fahren Sie Auto?
 
A
 Ich fahre im allgemeinen sehr vorsichtig und halte viel Abstand zu meinem Vordermann.
 
B
 Ich fahre zügig, vermeide aber unnötige Risiken.
 
C
 Ich fahre oft ziemlich riskant und zeige beim Autofahren gern meine Überlegenheit gegenüber anderen Fahrern.
 
26.
 Welche Art von Musik mögen Sie?
 
A
 Eher eine leise und romantische Musik oder eine Musik mit einer gut nachsingbaren Melodie.
 
B
 Ich habe keine besonderen Musikvorlieben.
 
C
 Eher eine laute und aggressive Musik mit einer starken rhythmischen Betonung.
 
27.
 Wie orientieren Sie sich bei der Partnersuche?
 
A
 Ich achte vor allem auf charakterliche Vorzüge wie Ehrlichkeit, Treue und Zuverlässigkeit.
 
B
 Ich habe keine deutlich ausgeprägten Vorlieben.
 
C
 Ich achte vor allem auf körperliche Attraktivität.
 
28.
 Wie wichtig sind für Sie Anstand und Moral?
 
A
 Ich bin der Ansicht, daß sich die Menschen möglichst immer nach Moral und Anstand richten sollten, weil man sich sonst auf niemanden mehr verlassen kann.
 
B
 Ich bin der Ansicht, daß man sich manchmal nach Moral und Anstand richten sollte.
 
C
 Ich bin der Ansicht, daß eine gewisse Rücksichtslosigkeit notwendig ist, um in Wirtschaft und Gesellschaft vorwärts zu kommen.
 
29.
 Welche Einstellung haben Sie zu religiösen Traditionen?
 
A
 Ich meine, daß religiöse Bräuche und Traditionen für eine Gesellschaft wichtig sind.
 
B
 Ich habe keine Meinung zu religiösen Bräuchen und Traditionen.
 
C
 Ich meine, daß religiöse Bräuche und Traditionen Privatsache sind und in der Gesellschaft keine Rolle spielen sollten.

 

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Geben Sie folgende Punkte:

A = +1          B =  0          C = -1

Fragen, die Sie nicht beantworten können, lassen Sie einfach weg. Ermitteln Sie die Gesamtpunktzahl, indem Sie negative Punkte mit positiven Punkten verrechnen.

Menschen mit typisch weiblichen (neptunischen) Verhaltensmustern liegen deutlich im positiven Bereich, Menschen mit typisch männlichen (uranischen) Verhaltensmustern liegen deutlich im negativen Bereich.

Rolf Freitag, Schule für Psychologische Astrologie in Heiligenhaus, 2008

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