Der Einfluß der Erziehung

 

Alter:                       

Erziehungsfehler:                             

Probleme:
     

vorgeburtlich /

1. Lebensjahr

Lebensangst der Mutter /

zu früher Entzug des Stillens /

körperliche Vernachlässigung /

Abwesenheit der Mutter

fehlende Urgeborgenheit /

Vertrauensmangel /

Hilflosigkeit /

Selbstmitleid /

Ausnutzung anderer Menschen

Opfer

 

 

 
2. - 3. Lebensjahr     

erdrückende oder fehlende

Fürsorge der Eltern mit zugleich

unvernünftigen Erwartungen

 

dienende Unterwürfigkeit /

Selbstaufopferung /

Schuldgefühle /

Trotz

Retter

 

 

 
4. - 5. Lebensjahr

übertriebene oder fehlende

Zuneigung vom

andersgeschlechtlichen

Elternteil  unter zu strengen

Bedingungen

Unterdrückung bzw.

Manipulation in

Beziehungen und Beruf /

Engstirnigkeit /

Leistungswahn

Verfolger

 

 

 
6. - 7. Lebensjahr

zu große Bewunderung

vor allem in Ein-Kind-Familien /

fehlende Grenzen /

materielle Verwöhnung

 

rücksichtslose Selbstdarstellung /

Distanz in Beziehungen /

psychosomatische Erkrankungen

Chaot (Narziß)

 

Nach Ansicht der Transaktionsanalyse entscheiden die Kinder selbst, wie sie auf die Erfahrungen in ihrer Familiensituation reagieren. Es gibt z.B. Kinder, die bei Verwahrlosung im Elternhaus (etwa Alkoholismus eines Elternteils) ebenfalls ein Suchtverhalten (Opferrolle) entwickeln, es gibt aber auch Kinder, die sich durch dieselbe Situation zu übertriebenem Ehrgeiz (Verfolgerrolle) herausfordern lassen. Niemand kann von außen vorauswissen, ob ein Kind eher auf die neptunische oder auf die uranische Karte setzt.

Sicher ist nur, daß ein extremes Verhalten im Elternhaus auch zu einem extremen Verhalten der Kinder führt.

Die einzelnen Verhaltensmuster, die die Kinder je nach Lebensalter erlernen, werden von ihnen in eine Gesamtstruktur integriert, wobei bei halbwegs gesunden Personen unter normalen Verhältnissen zunächst immer die Verhaltensmuster in ihrem gesunden Kern gezeigt werden (Lebensgrundeinstellungen) und erst unter Belastung (Streß) die neurotischen Lebensrollen auftreten.

Es ist dabei wichtig zu wissen, daß sich diese Charakterstruktur unterschiedlich herausbildet, je nachdem, ob es sich um sachliche Verrichtungen (Beruf) oder um menschliche Beziehungen handelt.

(vgl. das Schaubild Rangordnung der Lebensrollen)

Der grundlegende Aufbau der Persönlichkeit ist im Alter von 7 Jahren beendet. Die in der Kindheit beschlossene Charakterstruktur wird in den folgenden Jahren weiter ausgebaut und verfeinert, sie gerät in der Pubertät unter Umständen in eine erste große Lebenskrise und wird schließlich auf die Verhältnisse des Erwachsenenlebens angepaßt. Sie verläßt dabei aber nicht den einmal beschlossenen Rahmen.

Wirkliche Änderungen in der Persönlichkeitsstruktur sind nach Ansicht der Astrologie erst jenseits des Alters von 30 Jahren möglich (Saturn-Rhythmus). 

 

Rolf Freitag, Schule für Psychologische Astrologie in Heiligenhaus, 2011

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